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Selbsthilfegruppen
für Patienten
Deutscher Diabetiker Bund e.
V.
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ein kostenloser Service für Ärzte und
Patienten von
sanofi-aventis
Deutscher
Diabetiker Bund e. V. Sprachrohr der
Diabetiker
Gemeinsam sind wir stärker
heißt das Motto, mit dem der Deutsche
Diabetiker Bund e. V. den am Diabetes
mellitus erkrankten seine Unterstützung
anbietet. Die Selbsthilfeorganisation
wirkt als Sprachrohr für viele
tausend Diabetiker in Deutschland. Unter
der Überschrift Diabetes
2000 hat der DDB in diesem Jahr
seine Zielsetzung neu fixiert.
Zirka 4 Millionen Menschen sind in Deutschland
an Diabetes mellitus erkrankt. Wobei
die Krankheit bei rund 1 bis 2 Millionen
Betroffenen noch nicht erkannt worden
ist. Diese Zahlen steigen ständig
an, betont Dr. Klaus Fehrmann,
seit Mai diesen Jahres Vorsitzender
des Deutschen
Diabetiker Bundes e. V.
, kurz DDB. Die Folgen eines verspäteten
Erkennens und der nicht optimalen Versorgung
und Therapie des Diabetes mellitus zu
vermeiden, gehört mit zu den wichtigsten
Zielsetzungen des DDB, für die
sich Dr. Klaus Fehrmann anläßlich
des Weltdiabetestages am 14. November
einmal mehr stark macht. Denn, so unterstreicht
Fehrmann: Rechtzeitige und intensive
Behandlung bedeuten für die Betroffenen
normale Lebenserwartung und gestaltetes
Lebensglück. Spätes Erkennen
und versäumte Behandlung können
sehr schnell zu Komplikationen wie Herz/Kreislauf-Erkrankungen,
Nierenschäden, Fußamputationen
und Erblindung führen.
Dr.
Fehrmann appelliert deshalb an alle
Betroffenen, sich dem Verband anzuschließen:
Durch die Mitgliedschaft im DDB
kann der Kreis der aktiven Mitstreiter
für die Belange der Betroffenen
gestärkt werden. Immerhin,
auf der Suche nach Mitstreitern hat
der DDB auch internationale Erfolge
vorzuweisen. Der Weltverband IDF (International
Diabetes Federation) hat vor einigen
Jahren den deutschen Slogan Gemeinsam
sind wir stärker übernommen
und mit together we are stronger
internationalisiert.
Diabetologe
DDG
Als sich die Bundesdelegierten des DDB
im Mai diesen Jahres zu ihrer Versammlung
in Lübeck trafen, steckten sie
die Ziele ihrer Arbeit zur Lebensverbesserung
der Diabetiker neu ab und faßten
sie unter der Überschrift Diabetes
2000 zusammen.
Ganz wichtig ist für den DDB die
optimale Versorgung der Diabetiker nach
allerhöchsten Qualitätsansprüchen.
Anläßlich des Weltdiabetestages
werden die Ziele nochmals dezidiert
als Forderung unterstrichen. Und dazu
gehört auch die staatliche Anerkennung
von speziell ausgebildeten Ärzten
und Diätassistentinnen.
Denn
bis jetzt ist im Arztrecht eine Qualifikation
als Diabetologe bundesweit noch nicht
festgeschrieben. Deshalb hatte der Vorstand
der Deutschen Diabetes Gesellschaft
beschlossen, vorerst eigene Qualitätskriterien
für einen Diabetologen DDG
festzulegen. Im Rahmen von Fortbildungskursen
referieren Fachleute über Themen
wie Klassifizierung des Diabetes mellitus,
diabetische Folgeschäden, Therapieziele
und Selbstkontrolle. Ein Zertifikat
bestätigt den Teilnehmern die bestandene
schriftliche Abschlußprüfung
zum Fortbildungskurs Klinische
Diabetologie". Denn letztendlich
soll die Bezeichnung Diabetologe
eingeführt werden, um über
die Spezialisierung von Ärzten
zu informieren.
Der
Arzt als Trainer und Begleiter
Mittlerweile ist es beinahe in Vergessenheit
geraten, daß der Diabetes mellitus
vor der Entdeckung des Insulins im Jahre
1922 eine sehr schwere Krankheit war,
die die Lebenserwartung der Betroffenen
erheblich einschränkte. Heute,
nach zirka siebzig Jahren medizinischer
Forschung und Entwicklung, können
Diabetiker mit einer beinahe normalen
Lebenserwartung rechnen. Seit seiner
Gründung 1951 möchte der Deutsche
Diabetiker Bund nach seinen Kräften
diese Entwicklung vorantreiben.
Bis
in die 70er Jahre waren Therapie, Diät
und Bewegung die drei Säulen der
Behandlung und der Arzt der ausschlaggebende
Therapeut. Als vierte Säule ist
die Schulung hinzugetreten. Der Arzt
ist jetzt auch Trainer und Begleiter.
Die Selbsthilfegruppen bieten den Diabetikern
einen wertvollen Erfahrungsaustausch
mit anderen Betroffenen und patientengerechte
Fachvorträge, die das Wissen über
den Diabetes mellitus vertiefen. Durch
intensive Selbsthilfegruppenarbeit kann
dem Diabetiker viel geholfen werden
und er kann sich selbst helfen. Die
Landesverbände des Deutschen Diabetiker
Bundes und ihre regionale Gliederung
in Bezirken und Gebieten nehmen sich
dieser Aufgabe zur Wissensvermittlung
und zum Erfahrungsaustausch an,
verdeutlicht Dr. Fehrmann die Beratungsaufgabe
des Verbandes. Damit sei aber keinesfalls
an eine Einschränkung der ärztlichen
Kompetenz gedacht. Im Gegenteil. Wir
geben keine persönlichen Auskünfte
im medizinischen Bereich, denn dafür
ist nun mal der Arzt zuständig,
betont Dr. Fehrmann. Trotzdem sei es
von entscheidendem Vorteil, wenn auch
der Patient über seine Krankheit
gut informiert ist.
Während
in den einzelnen Bezirksverbänden
und Selbsthilfegruppen vor allem die
Basisarbeit geleistet wird, vertritt
der DDB als Dachorganisation unter anderem
die Interessen der Diabetiker in der
Gesellschaft. So setzt er sich nicht
nur für die staatliche Anerkennung
von Diabetologen ein, sondern auch für
die Befreiung der Diabetiker von der
Zuzahlung zu ihrem lebenswichtigen Medikament
Insulin.
Weiter
drängt der Verband auf die Einhaltung
der Deklaration von St. Vincent (Italien),
die im Oktober 1989 von Ärzten
und Diabetikern aus ganz Europa verabschiedet
wurde. Erste sichtbare Zeichen für
die Umsetzung der Deklaration von St.
Vincent sind der Gesundheitspaß
Diabetes, der alle wichtigen persönlichen
Meßgrößen enthält,
sowie die Diabetiker-Befundmappe. Seine
Mitglieder vertritt der DDB aber auch
bei den Herstellern von Geräten
und bei der Entwicklung von Medikamenten.
In diesem Zusammenhang betont Dr. Fehrmann
aber auch, daß ein nicht unerheblicher
Anteil an einer verantwortungsvoll geführten
Therapie von den Diabetikern selbst
geleistet werden muß. Auch
die Betroffenen selbst sind gefordert.
Sie müssen auf eine angepaßte
Lebensweise achten, die Verwirklichung
der ärztlichen Ratschläge
und der empfohlenen Behandlungen sind
sein eigener Beitrag zur Verbesserung
seiner Lebenssituation.
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